3. Platz in St. Wendel

Nach dem eigentlich geplanten Start in Seiffen entschloss ich mich kurzfristig nach St.Wendel zu fahren.

Nach Anreise am Samstag ging es schnell zur Anmeldung, Abendbrot und schließlich ins Bett der Jugendherberge. Da kamen Gefühle an die alte Schülerzeit wieder auf ;-).

Leider wurde unser Start um 5min verschoben und stattdessen wurden die Fahrer der 30km Runde vor uns an den Start genommen…

Pünktlich fiel der Startschuss und das Tempo wurde von Beginn an sehr hoch gehalten. Doch nach gefühlten 30sek kamen wir an das ca. 500 Mann starke Hauptfeld der 30km Runde. Mit nettem Geschrei und fast spitzkehrartigen Überholmanövern meisterten wir die Sache aber dennoch ganz gut.

Von nun an wurde das Rennen zum Ausscheidungsverfahren auf dieser Cross Country Strecke. Christian Kreuchler und ich übernahmen die komplette Kontrolle und attackierten wo es nur ging. Nach einigen Kilometern waren wir nur noch zu viert. Mit Siggi Tröndle, Holger Sievers und uns beiden war es eine gute Gruppe. Dennoch durfte keine Sekunde das Tempo heraus genommen werden. Die Verfolgen waren nie weit hinter uns. Kurz nach der Rundendurchfahrt erhöhte Christian das Tempo und ich war in diesem Moment nicht auf das Tempo eingestellt. Zu spät reagierte ich und nahm die Verfolgung auf. Doch keine Chance. Bis zu Holger Sievers schaffte ich es noch einmal mit aller Macht und musste auch ihn nach einigen Kilometern wieder ziehen lassen. Von da an ging es alleine weiter. Ich merkte, dass ich viel Zeit auf den folgenden Metern verlor und wartete schon auf die Verfolger, um wieder ein höheres Tempo aufnehmen zu können.

Wie erwartet kam von hinten die „Dampflok“ Matje Meier. Mit ihm ist immer zu rechnen. Schnell schloss ich mich ihm an und wir fuhren gemeinsam Richtung Ziel. Bald sahen wir Siggi Tröndle vor uns, der aber nicht mehr zu holen war. Am Ende kam es zum Sprint, wo ich mich mit nur 0,1sek geschlagen geben musste. Christian gewann das Rennen und somit besteht das Lizenz Herren Podium der 107km aus Thüringern. Gesamt Lizenz kam ich auf einen zufriedenen fünften Platz.

Die Strecke war sehr lang und wollte nicht enden. Ein knallhartes Sägezahnprofil mit max. 100hm Anstiegen verlangte alles ab. Mit dem Verlauf bin ich zufrieden. Ich habe aber wohl die ersten 50km zu viel Tempo gemacht und musste somit Tribut zollen oder lernen wie es die „alten Hasen“ machen – mehr taktisch fahren!

Interessant wäre es gewesen wie es beim WM Rennen ausgegangen wäre…Die fast 150 Teilnehmer starteten 10min vor uns und wir holten viele Starter der Nationalmannschaften ein. Aber mit den Umständen (sehr kleine Spitzengruppe, bzw. meist alleinige Führung und 30km-Teilnehmer vor uns) ist ein Vergleich sehr schwer. Jetzt muss ich mich richtig erholen. Samstag steht schon die nächste sehr große Herausforderung beim Ironbike in Ischgl an.

Daumen Drücken, Euer Schuchi