TransGermany 2011

Mein zweites Highlight des Jahres stand bevor. Die Transgermany im Süden Deutschlands, bzw. im Norden Österreichs. Die vier Tage über fast 400km und 9000hm sollten einen Härteprüfung für jeden werden.

Fast das komplette Team mit Fahrzeugen und Betreuern war angereist und gewappnet für die kommenden schweren Tage.

1. Etappe: Sonthofen – Pfronten 68km und 2560hm

Nach langer Anreise, Anmeldung und Quartiersuche konnte ich mich endlich auf die erste Etappe konzentrieren. Bei dem starken Regen war das auch nötig. Auch am nächsten morgen beim Start war es noch sehr nass. Trotzdem fühlte ich mich von Anfang an sehr gut und konnte bei dem extremen Tempo mitgehen. In einer großen Verfolgergruppe bestimmte ich fast die ganze Zeit das Tempo. Erst am letzten Anstieg mußte ich etwas abreißen lassen und kam nach 3h 3min sehr zufrieden als 24. ins Ziel.

2. Etappe: Pfronten – Lermoos 78km und 2300hm

Auch am 2. Tag war das Wetter nicht optimal. Ich fühlte mich aber wieder sehr gut und wollte vom Start an alles geben. Bereits am ersten Anstieg zum Himmelreich wollte ich noch weiter vorne mit dabei sein. Dies gelang mir auch-ich überquerte den ersten Berg in einer 6-köpfigenSpitzengruppe zusammen mit den Topfavoriten Sauser und Lakata. Leider fuhren wir im kommenden Flachstück sehr ruhig und so schlossen Verfolger wieder auf uns auf. Kurz darauf begann das Spiel von vorne. Ich hatte bei meinem Ausflug in die Spitzengruppe zu viele Körner gelassen und mußte erstmal neu meinen Rhytmus finden. Leider hatte ich Pech und verpaßte dabei die große Verfolgergruppe. Es folgte eine fast 50 km lange Solofahrt, die mir die letzten Kräfte raubten und mir zusätzlich Krämpfe bescherten. An diesem harten Tag verlor ich auf den letzten Metern noch wertvolle Plätze und kam als 34. ins Ziel.

3. Etappe: Lermoss – Garmisch Partenkirchen 83km und 1900hm

Heute bemerkte ich schon vom Start an, dass ich mich von den Krämpfen vom Vortag noch nicht erholt hatte. Den ersten Anstige zur Tuftlalm quälte ich mich noch gut über den Berg, aber bekam zusätzlich auf dem ersten Downhill Probleme mit meinem Hinterrad. Der Freilauf drehte immer mit und riss mir fast das Schaltwerk ab. Somit war ich gezwungen immer mit zu treten. Dadurch verlor ich bergab viel Zeit und Plätze.

Zwar holte ich am zweiten Antstieg, vorbei an der Ehrwalder Alm, einige Zeit wieder rein aber auf dem folgenden langen Flachstück machte die Alleinfahrt die Zeit wieder zu nichte.

Am Ende ging es hinauf auf die Partnachalm nahe der Zugspitze. Nochmals konnte ich ein paar Plätze gut machen und kam als guter 32. bei dieser Bergankunft ins Ziel.

4. Etappe: Garmisch Partenkrichen – Maurach am Achensee 106km und 2000hm

Die vierte und letzte Etappe sollte etwas ungewöhnlich verlaufen. An diesem Morgen war ich nicht nur wegen dem Start um 7:30Uhr müde, sondern auch weil ich meinen Freilauf bis kurz nach 22Uhr reparieren musste.

Die längste Etappe verlief von Anfang an sehr hektisch. 1200 Fahrer versuchten auf schmalen Schotterradwegen vorne zu fahren. Nach ettlichen Kilometern des Kampfes wurde es wieder etwas spannender und ein richtiges Rennen. Der erste kleine Berg Richtung Walchensee zersplittete das Feld, ich reihte mich in ein große Verfolgergruppe ein und kam nach den ersten 30km mit ca 30sek Rückstand auf ein langes 50km neutralisiertes Stück. Von hier an wurde ein sehr moderates Tempo gefahren und wir nutzen die Zeit zum plaudern, essen und trinken. Nach einiger Zeit kam das letzte Etappenstück der diesjährigen TransGermany in Richtung Achsensee. Ein Anstieg über 700hm und eine langen Fahrt entlang des Tiroler Sees brachten den Abschluss. Dort finishte ich nach einem erfolgreichen Sprint aus der Gruppe auf Platz 32.

Am Ende stand ein guter 25 Gesamtrang zu Buche. Zudem holten wir als Team den dritten Platz und somit das erhoffte Mannschaftsziel.

Nun steht bei mir Erholung im Vordergrund, um am Sonntag in Kleinzell beim Granitmarathon starke Leistung zu erbringen. Dort finden nahe Linz die Elite Europameisterschaften statt und ich hoffe wieder gut dabei sein zu können.

Daumen drücken und beste Grüße Euer Schuchi

2 Gedanken zu „TransGermany 2011

  1. At the top people, since so the ride and earn their money, you have to pull the hat before your performance. Of course, congratulations to your whole team. Cooool solo picture you have set and with a nice report you have written there.Thanks for sharing.

  2. Bei den Topleuten, die da so mitfahren und damit auch ihr Geld verdienen, muss man vor deiner Leistung den Hut ziehen. Natürlich auch Glückwunsch an euer ganzes Team. Cooooles Solobild hast du mit eingestellt und einen schönen Bericht hast du da geschrieben.

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