Mit Defekt auf Platz 12 am Gardasee

Das erste große Highlight der Saison ist Geschichte und mein Ziel habe ich leider nicht erreicht.

Das Bike Festival in Riva del Garda stellt für Europas Marathonelite das erste große Rennen der Saison dar. Hier geht es um viel Ehre und Prestige. Selten finden sich zu einem Event soviele Starter und Profis ein wie dort.

Bereits am Donnerstag reiste ich mit Freunden und meiner Familie nach Italien. Uns erwartet ein schönes Festival, super Wetter und gute Stimmung.

Nach positiver Vorbelastung am Samstag auf dem Mittelteil der Marathonstrecke, ging es am Sonntag mit Startnummer 19 in den Startblock.

Wie immer gab es einen sehr schnellen und äußerst nervösen Start. Gut platziert kam ich in die erste Engstelle am ersten 1100hm Anstieg.

Von dort an machte ich noch einige Plätze gut und fuhr mit Yves Cormingbeuf (BMC) zur Verfolgergruppe um Huber, Looser, Böhme und co. auf. Nach ca. 400hm mußten wir jedoch die Gruppe ziehen lassen und fuhren zusammen mit Andi Strobel (Centurion Vaude) zu dritt den Rest des Bergen hinauf und in den Downhill. Bergab schloss noch Stefan Sahm (Bulls) zu uns und ich merkte auf den letzten Metern das mein Vorderrad Luft verlor.

Bis zur Verpflegung wollte ich mich noch retten, leider verlor ich auf dem Weg dort hin noch einige Plätze. Angekommen wurde Pannenspray und CO² Patrone zur Reperatur genutzt und alles fühlte sich wieder super an. Nun ging es zur Aufholjagd. Bald sah ich Tim Böhme (Bulls) vor mir und schloss zu ihm auf. Sekunden später kam eine große Gruppe von hinten dazu. Zusammen ging es in den zweiten langen Anstieg und nach 30min der ersten Reperatur merkte ich erneut das mein Reifen Luft verlor. Also absteigen CO² rein und weiter. Das wiederholte sich noch zweimal und ab hier hatte ich nichts mehr dabei. Der Reifen hielt aber endlich! Die Motivation aber nicht. Eine Zeit lang fuhr ich noch an Thomas Dietsch (Bulls) Hinterrad und bog um den Renntag endlich zu beenden auf die Ronda Grande ab (85km 2550hm).

Nach 3h38min kam ich nach den letzten sechs Kilometern im Zeitfahrmodus endlich ins Ziel. Letztes Jahr auf gleicher Distanz noch Platz vier mit etwas mehr Rückstand und fünf weniger zu fahrenden Kilometern. Wattleistung war also da :-)

Ich bedanke mich bei meiner Familie und Freunden fürs Betreuen und die vielen Zurufe am Streckenrand!

Das Ergebniss war nicht das, was ich mir erhofft habe, aber es kann nicht immer perfekt laufen. Nun schauen meine Augen nach Singen. Dort findet am Sonntag die Deutsche Meisterschaft statt.

Daumen drücken und Grüße,

Micha

 

3 Gedanken zu „Mit Defekt auf Platz 12 am Gardasee

  1. Hallo Michael,

    ich dachte meine Frau trifft jeden Nagel, nun muß ich mich bei Ihr Entschuldigen.

    Nach Pech kommt Glück und immer so weiter.

    Grüsse aus Gerterode !!!!

    Radsportholigan’s

  2. ist ja geil, so kann mann andere auch fit machen.
    ich denke du hast es zum ende richtig beschrieben, immer perfekt geht nicht. ich denke aber es ist besser wenn es mal am material liegt anstelle von körperlichen dingen.
    das nächste rennen hast du ja schon im blick. 😉

  3. … nach 18km Anstieg mitlaufen hat er dann endlich mal die Flasche genommen 😉
    War geil! Nächstes Jahr lauf ich einfach das komplette Rennen neben Dir her!

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