Podium beim Tabarzer Inselsberg Marathon

Nach ein paar Jahren der der Abwesenheit stand ich endlich wieder beim Inselsberg Marathon am Start. Die Strecke mit seinen vielen Höhenmetern war nicht nur optisch ein Leckerbissen. Da fällt es selbst im Rennen leicht mal die Landschaft zu genießen.

 

Die Woche über hatte ich jeden Tag im Training ein super Gefühl,  jedoch holte ich mir am Donnerstag am großen Zeh eine ordentliche Entzündung. Somit viel Laufen und Schuhe anziehen fast völlig aus oder nur unter großen Schmerzen. Am Samstag war es so schlimm das mir ein Start nicht mal mehr sicher schien.

Dennoch pflegte ich die Wunde weiter und entschloss mich an den Start zu gehen. Das neue Start-Ziel Gelände in Tabarz war wirklich gut ausgesucht und lockte viele Starter und Zuschauer.

Pünktlich um neun ging es dann mit vielen Gegnern auf die Strecke im Thüringer Wald.

Zwei Runden mit je 32km und 1100hm sollten richtig Laune machen und schon kurz nach dem Start ging die Post ab, das Laktat ließ grüßen. Am ersten von drei Bergen forcierte Teamkollege Kreuchi das Tempo und mit fast 400 Watt wurde der erste Anstieg bewältigt. Diesen ersten Leistungstest überlebten dann auch nur noch drei weitere Fahrer. Danach ging es in ein paar herrliche Trails, bevor der zweite Anstieg nur noch Kreuchi, Sebastian Stark und mich ausspuckte.

Der dritte und mit 400hm am Stück härteste Schafsrichter war der Inselsberg. Am Rennsteig unter vielen Zuschauern ging es mit über 30% Steigung hinauf. Oben angekommen hatte ich eine kleine Lücke gelassen. Jedoch war ich mir sicher diese im folgenden Downhill wieder zu schließen. Leider kam mir in dem Moment ein hartnäckiger Kettenklemmer dazwischen und zwang mich zur Problembehandlung für fast eine Minute. Danach ging es aber mit Vollgas und etwas Mut fleißig weiter. Klaus Reinisch, der auf mich kurz vorher aufgefahren war, fuhr mit mir zusammen im ersten Teil der zweiten Runde auf Stark auf. Dieser hatte jedoch einen Laufraddefekt, den er kurz darauf wechseln konnte.

Das Tempo wurde wieder forciert und nicht sehr weit vor uns tauchte Kreuchi auf. Danach war die Aufholjagd bei Stark eröffnet. Reinisch konnte dem Tempo nicht mehr folgen und auch ich musste einige Zeit später das Hinterrad von Stark ziehen lassen. Dieser schloss innerhalb weniger Minuten die Lücke zu Kreuchi und ich sah mir den Zweikampf von hinten an. Der letzte Downhill vom Inselsberg runter änderte nichts mehr am Ergebniss. Stark gewann nach 2h45 mit ca. 30 sek Vorsprung vor Kreuchi und knapp 60 sek dahinter folgte meine Wenigkeit.

Das Rennen war bis zum Schluss absolut spannend und hätte gern noch ein paar Meter gehen können, aber muss ja nicht immer so ewig dauern. Mit dem dritten Platz war ich sehr zufrieden, es gibt mir ein gutes Gefühl für die kommende Transgermany.

Nun heißt es eine Ruhewoche einzulegen und erholt in Sonthofen am 06.06 an den Start zu stehen.

Vielen Dank an Torsten Zenkner für die tollen Fotos, beste Grüße und weiter Daumen drücken,

euer Schuchi

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