Europameisterschaft in Tschechien

Das nächste große Saisonhighlight stand an – die Marathon Europameisterschaft im Tschechischen Jablonne.

Ich freute mich schon lange auf das Rennen. Endlich mal Richtung Osten und mal was anderes sehen. Wie ich mir schon gedacht habe, sollte die Strecke ein richtiger Leckerbissen werden. Landschaft, Abendteuer, Technik, viele schnelle Starter und eine Menge Zuschauer wurden geboten. So macht MTB Spaß.

Nach später Anreise am Samstagabend um 21Uhr, meldeten wir uns noch schnell an und bezogen unser Hotel „Zur Deutschen Eiche“.

Dort fanden wir neben super Pizza um 23 Uhr endlich unsere Ruhe. Nur kurz war die Nacht und schon um sechs klingelte der Wecker.

Nach etwas seltsamer Startaufstellung ging es um 8:30 Uhr auf die Strecke. Harte 105 Kilometer und knapp 2800 Höhenmeter standen bevor. Das Tempo wurde vom Start an extrem hochgehalten und das Feld zog sich dabei immer weiter in die Länge. Am ersten langen Anstieg, bei Kilometer 20 mussten einige Meter der teils aufgeweichten Strecke zu Fuß bewältigt werden. Leider verlor ich die große Gruppe um Platz 20 an diesem Berg, da vor mir eine Lücke entstand und ich auf dem schmalen Pfad nicht zum überholen kam.

Von da an war Teamkollege Roland vorne vertreten und Uwe und ich mit zwei weiteren Konkurrenten etwas dahinter. Leider konnten wir das Tempo nicht so hoch halten, wie die große Gruppe an der Front, um wieder nach vorne aufzuschließen. Trotzdem holten wir immer wieder vor uns liegende Fahrer ein, die aus ihren Gruppen rausgefallen sind.

Nach ca. 50km kam der Bulls – Zug um Karl Platt und Stefan Sahm von hinten und ich konnte den beiden gut folgen. In einer sehr technischen Abfahrt verlor ich leider den Kontakt zu den beiden, da ein Konkurrent vor mir stürzte und ich den Anschluss dadurch verlor. Uwe ereilte in diesem Moment ein Defekt und ich war von nun an auf mich alleine gestellt. Ich konnte aber immer gut Druck machen, auch wenn man manchmal gar nicht so richtig weiß ob man schnell oder langsam unterwegs ist. Dennoch machte ich Kilometer um Kilometer und niemand kam vor oder hinter mir in meine Nähe. Die Strecke verlangte bis zum Schluss alles ab und bot eine wunderschöne Landschaft.

Nach 4h und 26min war ich dann im Ziel der Malevil Golf Farm. Platz 28 der Elite und somit einen Platz besser als bei der Europameisterschaft 2011 in Kleinzell. Damit war ich sehr zufrieden und ich weiß, dass da noch einiges geht in Zukunft.

Nun werde ich ein paar Tage ruhig machen, bevor am Freitag die Mad East Challenge in Altenberg – Erzgebirge über drei Tage beginnt.

Daumen drücken und beste Grüße,

Euer Micha

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