Platz zwei – nach drei harten und schönen Tagen bei der Mad East Challenge

Die Mad East Challenge ist für mich immer wieder ein Erlebnis und ich freute mich schon seit Wochen auf dieses Etappenrennen.

Bei ungewöhnlich gutem Wetter im Erzgebirge, ging es am Freitagmorgen zum Start ins sächsische Altenberg.

Die erste Etappe war ein Prolog über knapp 7km und 250hm. Ein paar Trails, eine alte Bobbahn und ein schneller Start standen bevor. Ich reihte mich nach dem Start in die Spitze mit ein und schon nach knapp 100hm waren wir nur noch zu dritt am „sprinten“. Mein Plan als erstes in die Abfahrt zu gehen gelang mir und ich war mir schon fast sicher das Rennen von vorne durchziehen zu können. Leider kam plötzlich und überraschend ein vierter Fahrer hinzu. Udo Müller, vom Straßenteam Collos, kam mit noch mehr Risiko an mir vorbei und stürtze auch zugleich. Das kostete wichtige Sekunden und die ganze Spitze musste vom Rad. Danach wurde an den Platzierungen nichts mehr verändert und wir sprinteten zusammen ins Ziel an der Eishalle in Geising. 2. Platz hieß es am Ende. Knapp wars…

Der zweite Tag war mit 2800hm und 85km zugleich die Königsetappe. Die Strecke führte meist durch sehr raues, schönes und technisches Gelände durchs Erzgebirge. Dabei war man nicht selten im tschechischen Teil unterwegs. Grüne Hölle, Mückentürmchen, Weltcup Bobbahn und Galgenteich machten ihren Namen alle Ehre. Leider erwischte ich einen ganz schlechten Tag. Von Anfang an merkte ich, dass alles was ich machte weh tat an diesem Tag. Mit Mühe und Not rettete ich mich über jeden Anstieg und verlor erst durch einen Fahrfehler eines Vordermannes die Spitze in einer Abfahrt. Jedoch blieb sie immer in Sichtweite. Zu meinem Glück hatte die zweier Spitze Defekt-Pech und die Verfolgergruppe war plötzlich wieder vorne. Nachdem eine Verpflegung verpasst wurde ging ich richtig ein. Meine Begleiter setzten sich nach vorne ab und irgendwie hatte ich das Glück das keiner von hinten ran kam. Somit rettete ich einen dritten Tagesrang ins Ziel. Jedoch war mein Rückstand auf über 4min angewachsen.

Der letzte Tag führte uns über 75km und 2200hm. Bei sonnigen und warmen Temperaturen ging es zum Start die Skipiste in Altenberg steil hinauf. Oben angekommen und einer Laktatdusche später, rollten wir alle wieder zusammen durch die Landschaft. Zwar wurde das Tempo an den Anstiegen immer richtig schnell, aber danach wieder sehr langsam und ständig waren wir zwischen vier und zehn Fahrern. Nach gut der Hälfte kam der längste Anstieg des Tages aus Tschechien heraus. Dort ging es richtig zur Sache. Pechvogel Sebastian Stark setzte sich alleine ab und niemand der Top drei Gesamtfahrer setzte was dagegen. Zu groß war sein Rückstand nach seinem Defekt vom Vortag.

Zu dritt fuhren wir gen Ziel und sprinteten um die restlichen zwei Podestplätze. Mit Rang drei war ich durchaus zufrieden.

Am Ende mit Glück (aber auch das gehört dazu) auf einen tollen zweiten Gesamtrang. Mit Rang eins in der Teamwertung (Sascha Heinke, Stefan Danowski und ich) und jeden Tag Podium war ich mehr als zufrieden.

Nach toller Ehrung reiste ich sehr müde wieder 400km zurück in die Heimat.

Dabei dachte ich besonders an die zweite Etappe. Ich war mich sicher, dass dieser Tag ein Zeichen der letzte Wochen und Monate war. Viele harte Rennen, konstante tolle Leistungen und viel Reiserei forderten wohl sein Tribut. Für mich heißt das nun raus nehmen, mal wieder richtig trainieren und absoluter Fokus auf das große Highlight Transalp Challenge.

 

Sonnige Grüße euer Micha