viel Pech auf der 7. Etappe…

7. Etappe TransAlp Ponte di Legno – Madonna di Campiglio

Hallo Radsportfans,
ich bin Alfred Vonhausen, Inhaber des Bikeshop Speedmax (Werneck) und selbst Simplon-Fachhändler. Bei der TransAlp 2012 habe ich den Job des Teammechanikers im Team TEXPA-SIMPLON inne. Heute möchte ich Euch ein wenig aus der Sicht eines Mechanikers berichten. 6 Uhr aufstehen, 7 Uhr Frühstück und dann geht der Wahnsinn schon los. Vor dem Rennen prüfe ich das Material der Fahrer nochmals kurz durch und nehme den Jungs die Unannehmlichkeiten des Rennalltags ab.

Kurz vor dem Start erfolgt das letzte Verpflegungsbriefing und dann geht es auch schon mit dem Teambus los. Mit Roadbook und Streckenkarten bewaffnet ziehe ich mit Andi Herrmann (Physio) und Alex Pscheidl (Teamchef) auf die Strecke. Wir verpflegen unsere Jungs zwei- bis viermal täglich während der Etappe. Neben Getränken von Isostar ist vor allem auf der letzten Station Cola sehr beliebt bei Uwe und Micha.

Damit die Fahrer im Fall der Fälle technische Defekte beheben können, habe ich die notwendigen Ersatzteile an der Strecke dabei. Technischer Support – was benötigen wir jeden Tag: Laufräder, Schläuche, Sattel mit Stütze, Werkzeug, Ketten und Öl. Vor allem letzteres war neben Wasser im Fahrerfeld hinauf zum Passo Mortirolo sehr begehrt. Der Staub setzte den Schaltungen und Ketten extrem zu. Uwe hatte dadurch bereits leichte Kettenklemmer. Lief es auf den ersten Etappen ohne größere technische Probleme ab, kam es auf der 6. und 7. Etappe mit mehreren Platten knüppeldick.

Nach der letzten Verpflegung sausen wir auf kürzestem Weg ins Ziel, um den Fahrern direkt nach dem Zieleinlauf optimale Betreuung geben zu können. Ich kümmere mich um den Bikewash und die technische Pflege der Simplon-Bikes. Nicht nur aus der Erfahrung von 15 Jahren als Simplon Fachhändler, sondern auch aus der Mechanikersicht des Team TEXPA-SIMPLON bin ich überzeugt von der Qualität der Räder, die auch höchsten Belastungen bei solchen Etappenrennen ohne Murren standhalten.

Falls danach noch Zeit bleibt, kümmere ich mich um Bikes von anderen Teilnehmern, die dankbar den Service bei mir in Anspruch nehmen. Um 21 Uhr ist dann endlich Feierabend. Müde geht es ab ins Bett um am nächsten Morgen mit Spaß den gleichen Wahnsinn wieder zu erleben.

Unsere Jungs beendeten die heutige Etappe unzufrieden auf einem 11. Rang. 2 Plattfüße bei Micha und ein kleiner Sturz bei Uwe kosteten wertvolle Zeit. Trotz allem konnten sie ihren 7. Gesamtplatz noch verteidigen. Morgen heißt es ein letztes Mal Zähne zusammen beißen…

Beste Grüße sendet Euch von der TransAlp
Alfred Vonhausen

Ein Gedanke zu „viel Pech auf der 7. Etappe…

  1. Sehr sehr schöne Berichte und es ist absoluter Wahnsinn, dass ihr da vorne bei den Profis so sehr mit mischt. Größten Respekt an euch. Super Leistung. Das Tagesgeschehen habe ich auf der Simplon-Seite immer mit verfolgt. :-)

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