endlich wieder NEWS!!!

Lange war es ruhig auf meiner Seite, aber ich werde sie jetzt wieder regelmäßig pflegen und gestalten, um euch ein paar Worte aus dem Rennsport und meinem Leben zu berichten. Viel ist passiert in den letzten Monaten. Nach der Cross DM ging es für mich Ende Januar für zwei Wochen zum dritten Mal nach Lanzarote und dort bestritt ich wie gewohnt das La Santa Stage Race über vier Tage. Es lief dort unter starker internationaler Konkurrenz sehr gut und ich fuhr immer um Platz Zehn. Leider hatte ich am ersten Tag drei!!! Hinterraddefekte und somit war der Zug für die Gesamtwertung schon abgefahren. Auf der letzten Etappe spendete ich mein Hinterrad Teamkollegen Kreuchi der Gesamt richtig vorne dabei war. Ich beendete das Rennen mit einem schnellen Training. Wieder im kalten Winter angekommen reiste ich zum Rothaus Bulls Cup nach Boos und belegte einen guten fünften Rang unter winterlichen Bedingungen. Ende März stand das Teamtrainingslager auf Mallorca an. Schön mit dem MTB und dicken Reifen über Mallorcas Straßen, vorbei an allen Rennradgruppen.

Acht harte Trainingstage mit 50 Stunden Training sollten Wirkung zeigen. Zuhause wieder eingelebt ging es los mit einer Infektserie. Seit Jahren nicht wirklich krank oder Ausfälle und nun das. Die Rennen in der Zwischenzeit verliefen dabei auch nicht wie gewünscht. Kyffhäuser mit Sturz beendet, Kellerwald abgesagt mit Fieber, Sundern taktisch schlecht auf sieben und am Folgetag müde aber zufrieden in Bad Harzburg auf drei.

Letzte Woche Dienstag stand Familienurlaub und eines meiner Lieblingsrennen am Gardasee auf dem Plan. Der Riva Bike Marathon lockte fast die komplette europäische Elite in den Frühling nach Italien.

Leider erwischte mich wieder eine Erkältung –  pünktlich bei der Ankunft. Also Pause machen und abwarten. Freitag fühlte ich mich ein wenig besser und beschloss auf die Ronda Grande trainieren zu gehen. 75km und 2900hm standen zu buche. Fast 4,5h war ich unterwegs und fühlte mich recht gut.  Zum 20 jährigen Jubiläum gab es eine neue Strecke und sie war geprägt von extrem steilen, langen Rampen, sowie technisch anspruchsvollen Abfahrten. Eigentlich gefiel mir das Profil sehr gut. Samstag machte ich nochmal komplett Ruhe und Sonntag ging es pünktlich um 7:45 Uhr auf die Runde. Ich wollte es einfach probieren wie ich mich fühle. Der schnelle und chaotische Start war fast überstanden und schon passierte das erste Unglück. Vor mir kamen mehrere Fahrer bei über 40km/h zu Fall und ich konnte gerade noch so vom Rad abspringen. Schnell war ich wieder in Fahrt und sah wie schnell die Spitze vor mir weg war. Also ging es mit Stehversuchen und voller Kraft an den Hobbyfahrern vorbei. Lange dauerte es bis sich eine gute Gruppe fand. Leider kostete die Fahrt bis dort hin sehr viel Kraft und ich brauchte etwas Zeit mich ein wenig zu erholen. Die Krankheit machte mir mit jedem Meter mehr zu schaffen, mit Atemproblemen und Hustenanfällen wollte ich die Ronda Grande noch beenden und verzichtete auf die Extrema. Lange lag ich noch auf Top Ten Kurs bevor ich auf den letzten Metern mit Kraftlosigkeit und Schaltproblemen viele Plätze verlor und auf einen 17. Rang finishte.

Endlich im Ziel angekommen merkte ich, dass es mir immer schlechter ging. Dass es ein Fehler war zu starten merkte ich sofort. Einen Tag später, zurück in Deutschland, war alles vorbei. HNO Arzt, Krankenhaus und viele Medikamente später lag ich flach. Nasennebenhöhlenentzündung, starker Reizhusten, Nase, …. alles. Jetzt muss ich die Bremse ziehen, auf Marathon EM und weiteres verzichten und nur noch gesund werden. Danach geht es hoffentlich frei von allem und viel Kraft und Motivation in ein paar Vorbereitungswettkämpfe (Harz Marathon Friedrichsbrunn, …) und anschließend zur viertägigen Four Peaks (ehemals TransGermany).

Bis dahin euch allen viel Glück und viel Gesundheit,

Micha

Letztens beim Teamfotoshooting bei Sram in Schweinfurt: