24h in der Schweiz und ein Erfolg in Apolda

Die letzten Wochen waren schon sehr intensiv und verlangen viel Zeit von mir. Neben Job und Familie steht langes und hartes Training auf dem Plan. Es geht Richtung Marathon DM und die Cross Saison beginnt in zwei Wochen.

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Meine Form wird immer besser und ich hoffe fit in die anstehenden Belastungen zu kommen.

Zuletzt startete ich das erste Mal bei einem großen Marathon in der Schweiz. Die O-Tour in Alpnach, Obwalden, stand bevor. 85km und 3050hm galt es bei dem UCI World Series Rennen zu bewältigen. Mit zügiger 750km Anfahrt am Samstagnachmittag und beziehen des 1* Quartiers ging es spät ins Bett. Am frühen Sonntag war es soweit. Neben den Topstars um Weltmeister Christoph Sauser und vielen weiteren internationalen Größen ging es schon acht Uhr auf die Strecke. Lange zog sich ein Asphaltanstieg fast 1000hm den Berg hinauf. Die Gruppe zerfiel sehr schnell und lange war ich im Blickkontakt zur Spitze. Die letzten 200hm führten auf einem sehr alter Karrenweg, der im tiefen und feuchten Nebel richtig Spaß machte. In den folgenden Kilometern, auf den technisch anspruchsvollen Pfaden, konnte ich viele Plätze gut machen. In der längsten Abfahrt des Tages schaffte ich es zu Kreuchi aufzufahren und war froh, mit ihm die folgenden flachen Kilometer zu bewältigen. Leider ging die Pechsträhne in diesem Moment los. Mein Hinterrad verlor Luft und ich schoss zwei CO² Patronen nach, bis die Dichtmilch seine Arbeit tat. Motiviert war ich weiterhin und wollte wieder in Richtung Top 20. Top 20 war mein Ziel und zugleich die Norm für die WM 2014.

Doch schon knapp 8km später erwischte es mich erneut. So richtig wusste ich nicht, was ich machen sollte. Ich fuhr schon fast auf der Felge Richtung Verpflegungszone und bereite alles aus meinen Taschen vor für die Reparatur. Runter vom Bike und schneller Wechsel lautete das Motto. Aber irgendwie war plötzlich absolut keine Motivation mehr da. Ich brauchte fast acht Minuten zum Austausch und fuhr genauso die weiteren Rennkilometer. Ich dachte mehr ans aufgeben, aber zum Glück am Ende doch an gutes Training. So fuhr ich mit gutem Tempo die Strecke ab und nur die letzte Abfahrt noch mal mit Vollgas. Am Ende war es ein richtig dicker Rückstand und ein Platz 29. Gleich danach ging es auch wieder ins Auto Richtung Heimat. Schönes Rennen, schöne Gegend, aber 95€ Startgeld, 33€ Maut, 45€ für einen Stall und noch ein paar Ausgaben sind am Ende doch zu viel, wie ich finde. Da freute ich mich nur noch auf den Grenzübertritt gemeinsam mit Kollege Uwe.

Am letzten Wochenende stand für mich ein „Heimrennen“ auf dem Programm. Kurze 150km Anfahrt und in Sekundenschnelle war man am Start.

Ein zäher, schneller und irgendwie doch anspruchsvoller Wiesenkurs stand bevor. Fünf Runden mit je 15km am Rande von Apolda. Die Apoldaer Brauerei war Veranstaltungsort und ein ausgezeichneter Gastgeber. Mit dem Startschuss begann auch der Sprint von ein paar hundert Fahrern auf den ersten Asphaltanstieg. Nach 15min und einigen Rampen wusste vorerst jeder, wo die Reise heut hingehen würde. Ich befand mich zum Glück in einer Drei Mann Spitzegruppe. Wir kamen gut voran und bauten den Vorsprung stetig aus. Erst am Ende der dritten Runde musste ich die Segel streichen und ließ Kreuchi und Ex Teamkollege Roland ziehen. Die kämpften an jedem Hügel wie die Wilden und da man auf dem Kurs mit kaum Bäumen fast alles sieht, verfolgte ich das Spektakel von hinten. Mein Tempo war auf jeden Fall sehr ordentlich und erst gegen Ende der letzten Runde nahm ich das Tempo raus. Der Vorsprung nach hinten war groß genug und nach vorne konnte ich auch nicht mehr. So bog ich als Gesamt Dritter ins Ziel auf dem Brauereigelände.

Kreuchi schlug Roland. Alles in Allem eine Veranstaltung die man seit Jahren wirklich empfehlen kann.

Die Tage werden so langsam auch kürzer und ab und zu habe ich das Licht schon am Rad um die wilden Tiere schon aus der Ferne zu sehen. Aber ich freu mich auf jede Jahreszeit.

Doch bevor es dauerhaft kalt, windig, nass, eisig, schlammig, feucht, dunkel, düsten oder ähnlich wird, findet an diesem Wochenende, wie im letzten Artikel schon erwähnt unser Bergrennen statt.

Seit dabei. Ein kleines Event, coole Leute, schöne Strecke und eine Burg, die „geknackt“ werden möchte!!!

Ich freu mich auf euch.

Grüße euer Schuchi

Ach so! Die Tage kommt noch eine große Neuigkeit. Manch einer tut es schon wissen und so manchen wird es überraschen. Seid gespannt!

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