Deutsche Elite Meisterschaft im Marathon

Mit zwei intensiven Crossrennen in den Beinen, ging es zur Marathon DM ins schwäbische Münsingen. Die langen Einheiten hatten zuletzt zwar gefehlt, dennoch hatte ich ein gutes Gefühl für die Meisterschaft.131006_Schuchardt im Ziel

131006_Schuchardt vor dem Start

Nach über 400km Anfahrt und viel Regen auf den Straßen, war uns beim Abendbrot beiTeamkollegen Uwe schon klar, wie das Rennen morgen aussehen wird.

Es erwarteten uns kühle Temperaturen und Regen von oben, sowie viel Dreck und Schlamm von unten. Mein Rad hatte ich auf diese Bedingungen extra abgestimmt und hoffte mit Sram XX1 Einfachantrieb vorne, sowieso den neuen Schwalbe Thunder Burt Reifen eine leichte und kompromisslose Materialwahl getroffen zu haben.

Mit 8,4kg Systemgewicht und einer Menge Motivation, startet ich aus der dritten Reihe dieser extrem stark besetzten DM. Fast 200 Elitefahrer machten sich um neun Uhr in der Früh auf die 103km Strecke.  Auf dem Kurs zwischen Trochtelfingen und Münsingen kamen 2500hm zusammen.

Gleich nach dem Start ging es eine steile und feuchte Wiesenrampe hinauf. Ich hatte keine Probleme und suchte sofort die Spitze des Feldes auf. Ich kam sehr gut mit den Bedingungen zurecht und hatte keinerlei Probleme. Doch auf einmal passierte mir ein kleines Missgeschick, bzw. die Strecke war sehr schlecht gestaltet an dieser Stelle. Bei der ersten großen Verpflegung war die Strecke extrem eng gebaut und ich musste Aufgrund eines Staus vom Rad. Zusätzlich war ich zu weit hinten im Spitzenfeld. Gleich nach dieser Engstelle ging es im Sprint hinter ein paar zu ruhig fahrenden Konkurrenten der Spitze hinterher. Nur ein paar Meter fehlten mir hierbei, um vorne dabei zu sein. Mit einer kleineren Gruppe, um Ex-Teamkollegen Roland Golderer, begann nun die Aufholjagd. Obwohl uns im Klaren war, das das nichts werden konnte, versuchten wir alles. Ein paar Fahrer die uns folgen konnten hielten sich meist aus der Führung heraus und fielen zum Glück nach und nach nach hinten weg. Als ich gerade in der Führung unserer Gruppe war, bog ich an einer unübersichtlichen Stelle falsch ab. Diesen Fehler merkten die anderen sofort, ich hingegen erst nach ein paar wenigen Metern. So musste ich auf diesem schnellen Streckenabschnitt erstmal die anderen wieder einholen. Ich zog also noch mal richtig am Horn und schaffte den Anschluss. Gerade angekommen, attackierte Pfrommer von Haico Racing und alles flog auseinander. Ich konnte nicht folgen und musste ihn und Roland ziehen lassen. Von nun an war ich die meister Zeit allein unterwegs und fühlte mich weiterhin sehr gut. Das Rad fuhr wie auf Schienen und besonders in den schlammigen Abfahrten machte ich Zeit gut. Immer wieder passierte ich vor mir liegende Fahrer und von hinten kam niemand. Mit 83km in den Beinen ging es das erste Mal durch den Start Ziel Bereich, in eine zweimal zu fahrende zehn Kilometer Schleife. Diese Schleife war ein guter Gegensatz zu der ersten großen Runde – technisch anspruchvoll und mit steilen Rampen nicht wirklich einfach. Ich fühlte mich weiterhin prächtig und konnte nach einer durchschnittlichen ersten Runde die letzte Runde noch mal um einiges schneller absolvieren. Am Ende stand ein guter 23. Platz zu buche. Ein wenig habe ich mir mehr erhofft, aber ein bisschen Glück gehört halt auch dazu. Dennoch war ich am Ende des Tages glücklich, Uwe hat ein zweites gesundes Kind bekommen, mein Material hat super gehalten und ich habe mich über 4h sehr gut gefühlt. Was will man mehr…

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Mein MTB macht nun erstmal eine größere Pause und ich werde nach einer kleineren Ruhephase und ein paar Feierlichkeiten schon diese Woche in die nächste Runde starten. Startschuss dazu fällt am Sonntag in Grimma. Beim zweiten Lauf des Querfeldein Cups der BioRacer Serie, will ich mich wieder in guter Form präsentieren.

Meine Neuigkeit wird vielleicht im nächsten Beitrag erscheinen 😉

Bis dahin und beste Grüße, euer Schuchi

131006_Schuchardt auf der Schlussrunde2