Spanien, Berlin und weiter in Portugal

Zum ersten Mal reiste ich zum Training nach Cran Canaria. Zusammen mit meinen Teamkollegen und Freunden Marco Schätzing, Christopher Maletz und Martin Knape machte ich mich mit viel Übergepäck auf die Reise.IMG_6533

Nachdem ich schon öfters auf Lanzarote und Fuerteventura war, war ich gespannt wie diese beliebte Insel sein wird. Schon beim Anflug sah man wie gewaltig die Berge sind und mit jeder Minute mehr vor Ort stieg die Lust aufs Radfahren.

Aufgrund des stattfindenden Karnevals dauerte es jedoch länger, bis wir unser Hotel erreichten. Hübsch anzuschauen war es, aber bis wir endlich im Hotel ankamen verging eine Ewigkeit.

Alles ausgepackt und kurze Zeit später wollten wir uns einige Meter einrollen und fuhren halb im Karnevalsumzug mit. Teilweise haben wir dort mit unserem Radoutfit auch gut reingepasst.

Am nächsten Tag wurde es dann aber ernst. Wir machten uns auf in die Berge und genossen sommerliches Wetter. Selten war das Thermometer unter 25°C und die Sonne zog uns so richtig den Schweiß. Jede Gelegenheit nutzen wir zum Wasser nachfüllen. Die Insel ist einfach der Wahnsinn und so spektakulär unterschiedlich von der Landschaft, das es uns nie langweilig wurde. Apropos Langweilig, mit uns vier war jede Ausfahrt ein Abendteuer. Noch nie hatte ich solchen Spaß und eine so harmonierende Gruppe. Wir machten ein sehr gutes Training und summierten Höhenmeter ohne Ende. Die Anstiege waren immer wieder extreme „Brecher“.

Steilste Rampe: 1000 Höhenmeter auf 7km, Längste Fahrzeit Bergauf: 1h52min, Längster Anstieg: 30km. Meiste Höhenmeter am Tag: 4800hm!

Soviel wie hier fuhr ich noch nie auf der kleinsten Übersetzung (38 (Osymetrics vorne) 28 hinten).

Mit jedem Tag fühle ich mich besser und an einem der letzten Tage ging es noch mal auf eine große Inseldurchquerung. 197km und 4800hm standen danach wieder in den Büchern. Insgesamt sammelte ich in acht Trainingstagen knapp 26000hm.

Das Fazit des Trainingslagers war ein sehr gutes Gefühl, braune Haut, diverse Sonnenbrände, eine Insel die erneut besucht werden muss und die Meinung, dass wir irgendwann ein Buch schreiben müssen. Zumindest haben wir wieder Geschichten und kleine Abendteuer erlebt, die mit das schönste im ganzen Sport sind und die man ein Leben lang hat.

Zuhause angekommen, freute ich mich natürlich riesig auf meine Familie und genoss die trainingsfreien Tage. Im Radladen hatte sich schon wieder eine Menge getan und der Verkauf war täglich ordentlich gefüllt.

Nach einer Woche Ruhe ging der Trainingsalltag so langsam weiter und die ersten Intervalle des Jahres standen im Trainingsplan. Ich fühlte mich sehr gut und merkte täglich Fortschritte an mir.

Mit dem Besuch der Berliner Fahrrad Schau am letzten Freitag, stand auch schon das erste Rennen im neuen FujiBikes Trikot auf dem Programm. Beim Cyclocross Elite Rennen auf dem Gelände der Messe, wollte ich das erste Mal meine Form testen. Der Kurs war sehr gefährlich und verlangte einiges vom Material. Er führte über eine Indoor BMX Bahn und durch die dunkle Nacht mit Sandpasssagen, sowie vielen großen Schottersteinen, die gerne unter die Räder kommen wollten. Ich erwischte einen super Start und setzte mich gleich an die Spitze. Ich wollte die beste Linie fahren und somit erreichte ich mein erstes Ziel im Rennen. Dennoch fuhr ich sehr kontrolliert und weilte immer an den ersten beiden Positionen. Nach ca. fünf Runden war es dann aber soweit. Ich erhöhte den Druck und konnte mich schnell nach vorne absetzen. Den Vorsprung baute ich auf den kommenden 20 Runden immer weiter aus und fuhr die letzten Kilometer auf Sicherheit ins Ziel.

Ich freute mich riesig über diesen ersten Erfolg in der neuen Saison und erst recht im neuen Trikot.

Danach schaute ich mir noch einer der schönsten Messen Deutschlands an, besuchte Teamchef Bernhard Mollnhauer der einen Stand zur Fußvermessung für Customschuhe, sowie Laufradbauer und Teampartner American Classic betreute. Erst tief in der Nacht kam ich mit meinem Vater wieder zuhause an.

Ab jetzt heißt es für mich erholen und mein neues FUJI Rad aufbauen. Schon am Montag geht der Flieger nach Portugal. Dort erwartet meinem Teampartner Christopher und mich ein sechstägiges Etappenrennen in der Nähe von Porto. Die Portugal MTB Tour.

Daumen drücken und bald gibt es neue Geschichten,

Grüße euer Schuchi

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