Sundern Hagen, Tour de Energie und LVM Göttesgrün…die Zeit vergeht…

Es ist schon wieder so viel Zeit vergangen und meine Seite wird wieder nur stiefmütterlich behandelt.

Aber nun ein wenig Pflege für euch, um die Zeit etwas festhalten zu können.

Meinen letzten MTB Einsatz hatte ich beim großen SKS Sundern-Hagen Marathon. Die 1600 Startplätze waren wie immer schnell im Winter vergeben und ich war wieder mit dabei.

Das Rennen ist eine der besten Veranstaltungen im Sauerland und gehört seit Jahren zu den Klassikern im Frühjahr.sundernhagen2015

Ich war motiviert bis in die Haarspitzen und wollte nach vier Jahren endlich aufs Podium. Meist bremste mich ein Defekt aus, aber diesmal wollte ich mir dafür keine Zeit nehmen ;-).

Direkt nach dem Start aus der Stadt hinaus wurde das Tempo erhöht und ich fühlte mich jederzeit bereit zu reagieren. Nach einigen Kilometern ging es dann endlich ins Gelände. Eine kleine Abfahrt hinunter und 90° um eine Kurve. Ich eilte sofort in die Führung und erhöhte mit einem schönen langen Antritt das Tempo. Ich sah wie schnell sich eine Schlange bildete und die ersten reißen ließen. So machte ich es auch die folgenden Kilometer immer wieder und irgendwann waren wir nur noch zu sechst. Alle anderen Fahrer verhielten sich meist sehr defensiv und nur Gläser vom Team Firebike machte neben mir ebenso Druck. Im späteren Rennverlauf kam es immer wieder zu kleinen Staus von Hobbyfahrern und uns Führenden. Das zog unsere Gruppe immer wieder auseinander und meine Kräfte schwanden dadurch mehr und mehr.

Von da an wollte ich nur noch ins Ziel kommen. Platz drei war sicher und ich rollte sehr glücklich in der Stadt Hagen ins Ziel. Endlich!!!

Nur einen Tag später gab ich meinen Einstand in unserem Straßenteam geschenke-online.de powered by Günters Zweiradshop.

Bei der Tour de Energie standen wir in kompletter Besetzung mit zehn Leuten am Start. Ich reihte mich weit vorne im A-Block ein und schon fiel der Startschuss für über 3000! Athleten. Ich fühlte mich wie am Vortag sehr gut und hatte keinerlei Probleme bei dem meist moderaten Tempo. An den Anstiegen führte ich das Feld mit an. Leider entstand daraus nie eine entscheidende Fluchtgruppe. Am letzten Anstieg des Tages und der gleichzeitigen Bergwertung galt es noch mal Tempo machen und dem langsam einsetzenden Regen weg zu fahren.

Als dritter der Bergwertung mit 1,5sek Rückstand ging es in die schnelle und nasse Abfahrt. Unten angekommen waren wir nur noch elf Fahrer. Die Gruppe stand und ich dachte, dass die Post nun abgeht. Weit gefehlt. Der spätere Sieger setzte sich mit einem unglaublichen Ritt 20km vor dem Zeil ab und zog durch. Keines der Favoriten-Teams konnte etwas entgegen setzen. Ab dem Moment rollten wir nur noch rum, wurden von gefühlten 100 Fahrern geschluckt und ich kam auf Position 24 ins Ziel.

Drei Kreuzzeichen überlebt zu haben und ziemlich nass feierten wir anschließend noch ein wenig mit unserem Team unseren Einstand.

Wo ich doch gerade auf der Straße bin, startete ich nur eine Woche später spontan bei der Thüringer Elite Meisterschaft auf der Straße. Letztes Jahr wurden die Titelkämpfe mit Platz 1 bis 8 vom besten einheimischen Team P&S Thüringen dominiert. Da wollte ich diesmal aber ein Wörtchen mitreden und freute mich auf die wellige Runde.

Am Ende kam Platz acht im Sprint heraus. Nicht das was ich mir erhofft habe, aber immerhin gute Wattwerte und das Rennen einigen Leuten etwas schwieriger gemacht.

12 Runden mit je 7km und in jeder Runde versucht ich wirklich alles. Ich wurde zum Spielball von P&S Thüringen. Sie griffen an, ich hinterher, sie im Windschatten, erneuter Angriff, ich wieder hinterher usw. irgendwann musste ich durchatmen und zack war einer weg. Das Ganze geschah sechsmal und alle sechs waren vom gleichen Team. Als Einzelfahrer keine Chance…

Nun heißt es drei Wochen Rennpause mit mal mehr und mal weniger Training. Aber ab Juni wird es wieder heiß her gehen. Der Kalender ist voll. :-)

Grüße euer Schuchi