Der Weg zur Transalp Challenge 2015

Die Zeit rennt und schon wieder ist es soweit. Meine 9.!!! Transalp Challenge. Das legendäre Etappenrennen über die Alpen, die Mutter aller Stage-Races, mein Lieblingsrennen, eines der schwersten der Welt…

Was zuvor geschah…

Als kleines Highlight stand für mich die Cross Country Elite DM auf dem Programm. Nach vier Jahren Abstinenz des olympischen MTB Sports sollte gerade das schwere Rennen in Saalhausen den Einstand geben.

Schon bei der Anreise regnete es immer wieder aus allen Löchern und ich machte mich auf viel Schlamm bereit. Beim Befahren der Strecke mit meinem Team war ich sehr überrascht, wie schwer der Kurs unter den Bedingungen war. Rutschig, unberechenbar und auch etwas Glück war gefordert. So richtig kam ich aber nie zurecht und mit ungutem Gefühl startete ich aus der dritten Reihe ins Renngeschehen. Am Anfang lief es noch relativ gut und ich hielt mich unter den ersten 20. Danach ging es jedoch steil bergab. Ich konnte mich nicht richtig belasten und meiner Kette machte ständig die Erdanziehung zu schaffen und legte sich ab.

Der Rhythmus war so schnell vorbei wie auch das Rennen. Zwar kam ich mit der Zeit immer besser mit den sehr schweren Abfahrten zurecht, jedoch war es vorbei. Der Sieger und Deutsche Meister Manuel Fumic überrundete mich und ich wurde auf einen 28. Rang aus dem Rennen genommen. Gebracht hat es mir Erfahrung und es war ein schönes Techniktraining. Zum Glück haben meine Teamkollegen richtig abgeräumt und somit das Wochenende positiv zu Ende gestimmt.

Gleich am nächsten Tag stand ich auch schon beim Arzt und wollte meinem Unwohlsein auf den Grund gehen. Blut nehmen, EKG und vieles mehr. Soweit alles gut, außer mein Blut. Hämatokrit 36, Hämaglobin usw., alles sehr niedrig.

Ich nahm ein paar Tage raus und bin danach nach Salzburg gereist um in Ruhe eine paar lange Bergeeinheiten zu absolvieren. Mit ein paar Freunden drehte ich ein paar wunderschöne Runden und genoss die Zeit.

Danach besuchte ich erneut den Arzt und schaute auf meine Werte. Ein klein wenig besser, aber Eisen sehr niedrig. Gut zu Wissen.

Seit Wochen ging mein Puls kaum noch über 186 Schläge. Als letzter Formtest stand der Keiler Bike Marathon an. Mit knapp 400 Teilnehmern machte ich mich auf die wunderschöne 60km Trail Runde rund um Wombach.

Die Temperaturen waren wieder über 30 Grad – etwas kühler mag ich mehr. Aber der Motor lief und der Puls erfreute sich bei 198.

Ich versuchte immer wieder mit eins, zwei Leuten zu entkommen aber schaffte es immer nur kurzzeitig. Nach etwas über der Hälfte der Distanz kam der längste Tagesanstieg. Ein langer steiler Trail und ich kam als letztes der großen Gruppe dort hinein. Durch ein paar Fahrfehler meiner Konkurrenten vor mir verpasste ich den Zug in Richtung Finale. Ich kam zwar noch mal etwas heran, aber dabei überzog ich völlig und schaltete später einen Gang runter um mich nicht kaputt zu fahren. Am Ende reichte es zu einem soliden achten Gesamtrang der Langstrecke.

Nun heißt es erholen, packen und arbeiten, bevor es am Samstag nach Ruhpolding geht. Zusammen mit dem Vorjahres Zweiten der Masters Kategorie Thorsten Damm werde ich mich über die Alpen quälen mit Ziel das Masters Podium sieben Tage später am Gardasee zu erreichen.

Daumen drücken euer Schuchi