Citysprint Ruhpolding

Nur fünf Tage nach der Transalp Challenge zog es mich erneut gen Süden.
Samstagmorgen ging es nach einem kurzem Training in Salzburg nach Ruhpolding. Dort fand zum ersten Mal die Hipp Trophy statt. Ein City Sprint Rennen direkt im Ortszentrum.ruhp
Nach langem warm fahren gingen um 15 Uhr die Qualifikationsläufe los. Dort starteten immer sechs Fahrer gegeneinander. Die Fahrer mit den besten Zeiten auf einer Runde sollten das Halbfinale erreichen. Zum Glück hatte ich eine schnelle Gruppe, um dem Österreicher und Ex-Weltcupgesamtsieger Daniel Federspiel, und kam mit einer akzeptablen Zeit weiter.
Eine Runde führte über 1300m mit 45 Höhenmetern. Gespickt war der Kurs mit einer steilen Rampe hinauf zur Kirche, einer Wiesenabfahrt mit rutschigen Kurven und coolen Asphaltstücken im Ortskern. Mehrere tausend Zuschauer sorgten für eine klasse Stimmung entlang der Strecke.
Beim Halbfinale gab es zwei Läufe, dort kamen pro Lauf die besten zwölf weiter. Ich reihte mich von Anfang an unter die besten sechs und kam auch auf diesem Platz ins Ziel. Nach drei Runden holte mir das Ticket für das große Finale.
Zwischenzeitlich gaben noch die Biathlon und Langlauf Elite ein Showrennen auf Rollski, ehe das Finale um 21Uhr eingeläutet wurde.
Aus allen Läufen des Tages versammelten sich nun die besten 24 im Abschlusslauf.
Ich erwischte einen sehr schlechten Start und lag an Position zwanzig, doch nach einer Runde war die Top Ten greifbar. Zum Glück hatte ich diesmal noch fünf Runden um meinen Fehler wieder auszubessern. Mit jeden Meter merkte ich, wie meine Beine besser drehten und schon fuhr ich die fünftbeste Rundenzeit gefolgt von der drittbesten Rundenzeit. Damit katapultierte ich mich plötzlich auf den siebten Rang. Besonders in der flachen Passage und am Anstieg machte ich Meter um Meter gut. Die letzte Runde stand an und es ging um Position fünf. Ich übernahm sofort das Zepter und drückte mit aller Kraft aufs Pedal, doch auf dem letzten Meter des Anstieges musste ich Andi Huber bei seinem Heimspiel vorbei lassen. Auf Position sechs erreichte ich glücklich das Ziel und feierte noch die halbe Nacht, bevor es am Sonntagmorgen wieder in die Heimat ging.