Craft Bike Transalp Challenge 2015

Nun ist meine neunte Transalp Challenge auch wieder in den Geschichtsbüchern und ich um ein Abendteuer reicher in den Palmares.

Zusammen mit meinem Partner Thorsten Damm hatte ich sieben super Tage, wir haben auf den Weg bis zum Gardasee eine Menge erlebt.sportograf-66991729

Nach langer Anreise ins bayrische Ruhpolding startete die Rundfahrt auf bekannten Wegen der Bike4Peaks, Richtung Saalfelden. Leider hatte Thorsten an diesem Tag seinen schwärzesten und wir kämpften in der Master Kategorie „nur“ um Platz fünf. Diesen erreichten wir auch und nahmen uns für die kommenden Etappen einiges mehr vor. Die Beine drehten immer besser und der Kampf ums Podium ging los. Wir sicherten uns auf der zweiten Etappe den dritten Rang und waren sehr glücklich ein Teil der großen Ehrung in Mittersill zu sein. Der dritte Tag führte den Transalptross, mit seinen 500 Teams, über das Tauernkreuz. Die Königsetappe führte über 120km und 3500hm. Um an diesem Tag den Alpenhauptkamm zu bezwingen, musste über eine Höhe von 2600m „geklettert“ werden. Wobei geklettert gar nicht so verkehrt hier ist. Ein extrem langes Trage- und Schiebstück mussten die Fahrer bewältigen und nach fast 6km und 500hm war der Berg erzwungen. Die restliche Etappe wurde dann zu einem schnellen und harten Ausscheidungsfahren. Wir hatten sehr gute Beine und kamen als Tages Zweite der Kategorie ins Ziel. Wahnsinn, es lief sehr gut und der dritte Gesamtrang war gefestigt.

Die kommenden Tage verliefen weiterhin sehr gut und wir kamen täglich aufs Podium. Um Defekte, Flaschen und zuzufahrende Lücken kümmerte ich mich und Thorsten fuhr seinen eigenen Rhythmus. Meine Beine wurden zudem täglich besser und wir konnten schon den zweiten Gesamtrang riechen. Geschenkt wurde einem jedoch hier nichts und der Kampf sollte bis zum letzten Tag offen bleiben.

sportograf-66997390

Die letzte Etappe von Levico Terme nach Riva del Garda war ein richtiger Kracher. Sehr schwere Trails, feuchter Boden und der zweite Anstieg, der eigentlich den Namen „Wand“ verdient hätte. Dieser führte über 1500hm und nur 7km, im Schnitt also über 20% Steigung. Wir fuhren in einer der hinteren Positionen hinein und fuhren bescheiden los um oben raus die Leute einzufangen. Ein guter Plan, der mich zwar nervös machte, jedoch ging dieser auf und oben waren wir plötzlich in der Führung!

Nun war alles egal, letzte Etappe und nur noch wenige Kilometer bis an den Gardasee. Ich holte nochmals alles heraus und plötzlich war er da: der ETAPPENSIEG!!!

Wir waren so glücklich und ließen uns bis tief in die Nacht ordentlich feiern. Zudem freuten wir uns über den dritten Gesamtrang der Masterkategorie und über eine absolut fantastische Woche. Geniale Strecke über 660km und fast 20000hm, endlich mal sieben Tage lang geniales Wetter und meine Form war absolut super.

Danke für euer Interesse,

Grüße, Michael

sportograf-67026400

sportograf-66981168 sportograf-67000116 sportograf-67013533 sportograf-67022287sportograf-67017848