drei x zwei = 3 x 2 = dreimal zweiter

Weiter geht es in der Bioracer Serie und endlich lief es wie geplant.
Beim vierten Lauf der Rennserie beim Granschützen Rennen „Rund um den Auensee“ sollte endlich ein Podiumsplatz her. Seit zwei Jahren musste ich mich mit dem vierten Platz begnügen, also war es an der Zeit für mehr…
Ein sehr großes Starterfeld von ca. 50 Elite Spezialisten stellten sich bei bestem Wetter an den Start.FB_IMG_1447096872271
Ich erwischte einen guten Start und ging schon bald in Führung. Es dauerte auch nur eine Runde und mein Teamkollege Christopher Maletz fuhr auf uns auf. Als ob es geplant war attackierten wir beide gleichzeitig und rissen schon hier die entscheidende Lücke zum Rest des Feldes. Von nun an arbeiteten wir super zusammen und vergrößerten den Abstand. Es war ein tolles Erlebnis vor den vielen Zuschauern zusammen das Rennen zu bestimmen. Drei Runden vor Schluss passierte mir ein kleiner Fehler in einer Sandpassage und Christopher war weg. Darauf hin fuhr ich mit allem was ging hinterher, aber schaffte nicht die Lücke zu schließen. Durch unseren bis dato großen Vorsprung konnte ich jedoch die letzte Runde genießen und sicher auf einen zweiten Platz einfahren.
Wie immer eine geniale Veranstaltung, Lob nach Weißenfels!

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Nur eine Woche später ging es ins thüringerische Dornburg bei Jena. Schon die Autofahrt war bei miserablem Wetter äußerst unangenehm und ich stellte mich auf das Schlimmste ein. Der Kurs wurde im Gegensatz zu den letzten Jahren stark zum positiven geändert, etwas kurz, aber fordernd.
Der einsetzende Regen und die vielen Rennläufe im Vorfeld ackerten den Kurs nochmals mächtig um und es erwartete uns eine Rutschpartie an allen Ecken. Der Start war relativ gut und ich befand mich mit in der Spitze. Am ersten langen Anstieg übernahm ich auch die Führung über das 14! Runden dauernde Rennen. Schnell war ich relativ alleine und ich sah auch schon meinen vorher gestürzten Kollegen Christopher herankommen. Ein paar Pedaltritte ausgelassen und fort an ging die Reise zu zweit weiter. Wir fuhren fehlerfrei unsere Runden und vergrößerten den Abstand kontinuierlich.
Doch plötzlich fiel meine Kette vom Kettenblatt und verhackte sich im Tretlager. Nur mit einer bösen Kraftaktion bekam ich sie wieder heraus. Nun war ich natürlich allein auf Platz zwei. Es sollte aber dennoch wieder nach vorne gehen. Leider hatten wir beide immer wieder kleinere Defekte, sodass der dritt platzierte Stefan Freudenberg schon sehr nah kam. Zusätzlich verhakte sich erneut meine Kette so stark, das es unmöglich für mich war sie heraus zu bekommen. Nach einer endlos langen halben Runde mit einer Laufeinheit bekam ich von meinem Vater endlich das neue Rad. Ab nun lief es wieder und langsam ging es wieder nach vorne. Nur irgendwann waren auch die 14! Runden zu Ende und ich sicherte mir erneut den zweiten Tagesrang.
Als vorletzter und sechster Lauf der Serie stand die neue Bioracer Veranstaltung Lostau auf dem Programm. Das Wetter war mal wieder sehr ungemütlich in ganz Deutschland. Nur in Lostau schien die Sonne. Die hatte wohl nur der kleine Ort bei Magdeburg an diesem Tag gebucht. Denn Schnee hatten die meisten anderen in Deutschland.

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Der Kurs war verdammt schnell, mit viel Sand und Spaß verbunden. Leider ohne jegliche Höhenmeter und nur wenigen Überholmöglichkeiten.
Direkt nach dem Start setzte ich mich an die Spitze und bestimmte über weite Teile des Rennens das Tempo. Wir bildeten eine vierköpfige Führungsgruppe, jedoch nur in Schlagdistanz zu den Verfolgern hinter uns.
Jegliche Ausreißversuche oder Angriffe wurden eliminiert und es drohte ein extrem spannendes Finale. Den Zuschauern gut fürs Auge und für uns schlecht für den Laktatspiegel.

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Wir schossen mit absolutem Tempoüberschuss durch die letzte Runde und ein kleiner Fahrfehler in der Gruppe im Sandbereich zu Gunsten von Sascha Böhm, brachte erste Abstände. Ich schaffte es dennoch mit einem Kraftakt zu Sascha aufzuschließen und wollte vorbei gehen. Es gab aber keine wirkliche Möglichkeit mehr bis ins Ziel und somit erreichte ich zum dritten Mal den zweiten Rang mit einer Sekunde Rückstand. Innerhalb der nächsten drei Sekunden kam Christopher auf den dritten Tagesrang sowie der Viertplatzierte.
So spannende wie der sechste Lauf war, wird nun das Finale am 6.12 im Chemnitzer Sportforum. Dort geht es um den Gesamtsieg 2015! Bisher liege ich auf Rang zwei. Nach drei zweiten Plätzen soll nun eine kleine Steigerung her.
Daumen drücken und schlechtes Wetter wünschen…

Danke euch und beste Grüße euer Schuchi

Großes Dankeschön wie immer für die tollen Fotos!!!

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