Elitesieg im Erzgebirge und weitere Erfolge

Die Querfeileinsaison ist schon voll im Gange und Woche für Woche reise ich durch die Republik um besonders Punkte für die Bioracer Cross Cup Serie zu sammeln.

Aktuell sieht es auch sehr vernünftig aus und ich liege erstmal auf dem ersten Rang. In den letzten Jahren ging es immer weiter nach vorne und nachdem ich 2014 und 2015 schon jeweils Gesamt Zweiter war, hoffe ich nun 2016 auf eine kleine Steigerung.fb_img_1477247375226

Noch zwei Rennen sind zu überstehen, aber der Vorsprung ist eng. Ein Defekt, ein Sturz, ein schlechter Tag, … es gibt so viel was es noch ändern kann. Jedoch versuche ich bestens vorbereitet am Start zu stehen und alles zu geben.

Das erste Rennen der Saison fand im Rahmen des Deutschland Cups in Bad Salzdetfurth statt. Leider musste ich aufgrund einer nicht nachvollziehbaren Startaufstellung sehr weit hinten starten und war dadurch von Beginn an ständig blockiert. Am Ende kam ein 15. Gesamtrang heraus. Das war okay.

Beim Auftakt der Bioracer Serie im sächsischen Grimma wollte ich natürlich mehr und war dementsprechend motiviert am Start. Aus der ersten Reihe gelang mir ein Start nach Maß. Ich bestimmte fast das ganze Rennen das Tempo um Platz ein bis zwei. Leider fehlte mir im extrem schnellen Finale etwas die Power und ein Stock im „Getriebe“ zwang mich zum Stopp. Dennoch kam ich nur 100m hinter dem Sieger auf Rang zwei ins Ziel.

Nur einige Tage später bei sonnigen und matschigen Bedingungen ging es im erzgebirgischen Schwarzenberg zum zweiten Lauf. Ich mag die technische Strecke mit vielen Drückerpassagen sehr und schon am Ende der ersten Runde übernahm ich das Zepter der Spitze und baute diese immer weiter aus. Bis zum Schluss kämpfte ich mit der sächsischen Radlegende Karsten Volkmann um den Sieg. In der letzten Runde gab ich nochmals alles und holte mir die entscheidenden Meter und sicherte mir meinen ersten Crosssieg nach 1,5 Jahren.

20161023_150916 fb_img_1475527792320 fb_img_1477247361916

Das nächste Rennen in Radibor ließ ich aufgrund der langen Anreise ausfallen und nutze das Rennen als Streichergebnis. Dafür ging es eine Woche später nach Dornburg/Jena. Nach zwei harten Tagen im Bett Mitte der Woche mit 40 Fieber, war ich mir nicht ganz so sicher über meine Form, dennoch wollte ich dabei sein. Das Fieber war weg und ich fühlte mich relativ gut. Ein tiefer und schneller Kurs erwartete uns. Ich erwischte einen sehr schlechten Start und war erstmal bemüht wieder nach vorne zu kommen. Anfang zweiter Runde war ich es dann endlich auch und setzte mich zusammen mit Michael Walter aus Bayern an die Front. Wir bauten unseren Vorsprung immer weiter aus und das Tempo wurde zwischenzeitlich relativ human. Leider kam dadurch Sven Baumann an uns heran und ergriff auch sofort die Flucht. Ich hatte dafür keine Kraft mehr und beendete das Rennen auf einem guten dritten Rang.

Das größte Rennen in Ostdeutschland fand wie jedes Jahr in Granschütz statt, ich mag die Strecke sehr. Alles ist dabei was man sich so wünscht. Aus der ersten Reihe ging ich direkt in die Spitze, legte die schnellste Startrunde des Tages hin und konnte danach erstmal schauen wer alles heute mitspielen möchte. Felix Fritsch in Topform war schnell bei mir und wir setzten uns beide gut nach vorne ab. Kurz vor Schluss fehlten mir erneut die Körner und verlor Felix sowie den überfrischen heraneilenden Alex Stark. Platz drei zum Schluss. Das ist zwar ärgerlich aber im Rahmen meiner zeitlichen Möglichkeiten passt das.

fb_img_1476819368184

Nur 24h später 200km weiter nördlich in Lostau/Magdeburg fand der fünfte Lauf statt. Mit Maximilian Möbis (Deutscher Meister U19, jetzt Elite) war das Rennen sehr gut besetzt. Die sandige Strecke war komplett flach und technisch sehr anspruchvoll. Ich kam erneut sofort ins Pedal und schoss mit der schnellsten ersten Runde durchs Start/Ziel Gelände. Ich hielt das Tempo weiter hoch, jedoch entstanden kaum Lücken zu Maximilian und Sascha Böhm. Wir attackierten uns ständig gegenseitig und schon der kleinste Fehler wurde sofort mit einer Lücke bestraft. Kurz vor Schluss kam plötzlich Toni Bretschneider und zeigte es uns nochmal richtig. Er schoss vorbei bis auf Platz zwei und brachte diesen ins Ziel. Ich belegte den vierten Tagesrang und musste mir langsam ein paar Gedanken machen, wie ich hinten raus noch etwas stärker werden könnte. Bevor ich es richtig überdenken konnte ging es ins Erzgebirge nach Gelenau. Eine schwere Bergstrecke, technisch zu hart für die Räder erwartete uns dort. Die Veranstaltung ist super (wie auch bisher alles anderen) organisiert. Aber etwas mehr Fingerspitzengefühl bei der Wahl der Strecke ist doch wünschenswert. Ich hatte einen guten Start und wollte etwas ruhiger ins Rennen gehen. Nach der ersten Runde setzte ich mich mit zwei Begleitern auf den zweiten Rang. Felix Fritsch sucht derweil schon die Flucht und ich wollte nicht mitgehen. Ein wenig aus Respekt hinten raus wieder keine Körner zu haben für das Finale, ein wenig auch weil ich mit einem Auge die Gesamtwertung im Blick habe und Sascha als engsten Verfolger sehe.

Leider entkam mir auch noch der heimische Straßenfahrer Florian Kretschy. Von nun an war ich allein mit Sascha und kämpfte in einem spannenden Rennen bis zum Schluss um den Bronze Rang. Diesmal passte das Finale und ich ergatterte mir diesen.

Nun stehen noch zwei Rennen in Nordhausen und Chemnitz an. Beides sehr wichtig um mein Ziel zu erreichen…

Gesund und fit bleiben, Grüße Schuchi

Ein großes Danke an: Lisa Gärtitz, Yan Doss und Kristinas Radsportfotos für die tollen Bilder.

cropped-FB_IMG_1477247379984.jpg